Nordeifel Tageblatt vom 07.08.2007
Vom Publikum mit Beifall bedacht wurde das Spiel des Orchesters der
Bolschoi-Oper Minsk unter Leitung des Dirigenten Simon Berg. Der
gemeinsame Stil, zu der der aus der Bundeshauptstadt stammende Mann am
Pult des musikalischen Leiters trotz nur einer gemeinsamen Probe mit
den Weißrussen gefunden hatte, verfehlte seine Wirkung nicht. Kein
Wunder, denn bei den Freunden der leichten Muse erfreut sich die
Operette nach wie vor großer Beliebtheit.
www.klassik-heute vom 01.09.2009
Der leuchtende Bariton von Simon Berg erhebt sich über dem Instrumental-Ensemble, lässt der Sprachkunst und Gedankenwelt eines Außenseiter-Poeten der 70er/80er Jahre ganz viel ästhetische Gegenwart angedeihen. Lange Gedichtpassagen transportieren Friedensbotschaften und humaninistische Liebeserklärungen, aber jede Romantik wird von doppelbödigen Formulierungen sofort zerrissen. Und nur zu gut weiß das Ensemble eine ganze Trickkiste instrumentaler Effekte auf sämtliche noch so subtilen Sprachgesten des Sängers abzustimmen.